Begrüßung und Führung durch das Haus: Direktorin Prof. Dr. Miriam Zadoff
Das NS-Dokumentationszentrum in München ist ein Ort der deutschen Erinnerungskultur, der Aufarbeitung oder auch schlicht der Bildung gegenüber den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus und individueller Verantwortung. Die Herausforderung für das NS-Dokumentationszentrum ist hierbei, die komplexe Gemengelage, die diese Themen heraufbeschwören, darzustellen und historisch und pädagogisch auszubalancieren.
Von der „Erbfeindschaft“ zu nachhaltiger Freundschaft?
Die deutsch-französischen Beziehungen im 20. und 21.
Jahrhundert.
Mit dem deutsch-französischen Krieg und der Bis-
marck’schen Reichsgründung 1870/71 entwickelten sich
die politischen Beziehungen zwischen Frankreich und
Deutschland zu einem häufig „Erbfeindschaft“ genann-
ten Gegensatz. Im Zeitalter der Weltkriege steigerte sich
dieser noch einmal, ehe seit den 1950er Jahren eine all-
mähliche Versöhnung gelang. Eine wichtige Rolle spielte
dabei die europäische Integration zwischen nationalem
Interesse und supranationalem Prinzip. Heute wird häu-
fig von der deutsch-französischen „Freundschaft“ gespro-
chen, ohne dass immer ganz klar ist, worin diese genau
besteht.
Der Vortrag schlägt einen Bogen vom historischen Gegen-
stand bis in die Gegenwart. Dabei geht er auch auf die
aktuellen Problemstellungen innerhalb eines sich wan-
delnden Europas und einer „turbulenten“ Welt ein.
Der Rotary-Club München-Schwabing und die Katholi-
sche Akademie in Bayern laden Sie herzlich ein in die
stimmungsvollen Salons des nach französischem Vorbild
erbauten Schwabinger Schlosses Suresnes.
18.30 Uhr Einlass
19.00 Uhr Begrüßung Dr. Achim Budde, Akademiedirektor
Roland Fischer, Präsident Rotary-Club München-Schwabing
Alexandre Vulic, Französischer Generalkonsul München
19.10 Uhr Prof. Dr. Andreas Wirsching
"Die deutsch-französischen Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert"
Gegenwart im Spiegel: "Der Neue Antisemitismus seit dem 7. Oktober"